Eröffnung

Bild von Andrea Bergsträßer

Andrea Bergsträßer

Vizepräsidentin der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz

Bild von Dr. Markus Mai

Dr. Markus Mai

Präsident der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz

Bild von Dörte Schall

Dörte Schall

Ministerin für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung in Rheinland-Pfalz

Bild von Dr. rer.hum.biol. Peter Nydahl

Dr. rer.hum.biol. Peter Nydahl

Keynote-Speaker

Pflege bietet mehr als einen sicheren Arbeitsplatz – sie eröffnet vielfältige Möglichkeiten zur persönlichen und beruflichen Entwicklung. Der Vortrag zeigt auf, wie Karriere in der Pflege aktiv gestaltet werden kann – durch fachliche Kompetenz, kreative Projekte und gezielte Weiterbildung.

Anhand innovativer Konzepte aus der Intensivpflege wie Basaler Stimulation, Frühmobilisierung, Intensivtagebüchern, Delirmanagement und familienzentrierter Versorgung wird deutlich, wie Pflegepraxis durch eigene Impulse weiterentwickelt werden kann. Diese Ansätze stehen exemplarisch für das Potenzial, pflegerische Qualität zu fördern und zugleich individuelle Schwerpunkte zu setzen.

Darüber hinaus wird sichtbar, wie kreative Projekte – etwa eine Pflegefotostory, ein „Arzt aus Pappe“ oder humorvolle Videos aus dem Pflegealltag – neue Zugänge zur professionellen Identität und Teamkultur eröffnen können.

Session 1

Bild von Madeline Calvelage

Madeline Calvelage

1 | Vom Buch zum Kinofilm HELDIN

Madeline Calvelage, geboren 1988, wuchs in einer Kleinstadt in Brandenburg auf und zog im Jahr 2011 nach Berlin. Seit mehreren Jahren ist sie ausgelernte Gesundheits- und Krankenpflegerin und hat im Laufe der Zeit in mehreren Krankenhäusern auf verschiedenen Abteilungen gearbeitet. Seit mehrern Jahren ist sie für das Deutsche Rote Kreuz tätig und ist dort am Standort Mitte leitende Wund- und Stomaschwester. 
2020 veröffentlichtete sie ihre gesammelten Berufserfahrungen in ihrem ersten Buch, um auf die Rolle der Pflegekräfte in unserem Gesundheitssystem aufmerksam zu machen. Trotz der sich immer weiter zuspitzenden Umstände empfindet sie ihren Beruf als erfüllend und schätzt die Begegnungen, die sie tagtäglich durch ihre Arbeit hat.

Bild von Arne Evers M.Sc.

Arne Evers M.Sc.

1 | Vom Buch zum Kinofilm HELDIN (Moderation)

M.Sc; Pflegedirektor; St. Josefs-Hospital Wiesbaden

Vom Buch zum Kinofilm HELDIN

Der Kinofilm „HELDIN“ hat etwas Besonderes geschafft: Er steht sinnbildlich für die Belastung im Pflegeberuf und war somit auch ein Sprachrohr für die Bedürfnisse des Pflegeberufs. Dabei gelingt es dem Film besonders gut den Spagat zwischen Professionalität auf der einen Seite und Belastung auf der anderen Seite darzustellen.

Der Film „HELDIN“ basiert auf einem Buch von Madeline Calvelage: Sie ist gelernte Gesundheits- und Krankenpflegerin und hat ihre Berufserfahrungen aus Krankenhäusern in verschiedenen Büchern aufgeschrieben.

Das Buch „Unser Beruf ist nicht das Problem. Es sind die Umstände.“ zeigt bereits deutlich die Verbindung zum Film „HELDIN“.
Im Rahmen dieser Session wird Frau Calvelage aus ihrem Buch vorlesen. Im Anschluss erfolgt auf der Bühne eine Diskussion zu dem berufspolitischen Verständnis von Frau Calvelage, wie es zum Film „HELDIN“ kam und wie Buch und Film miteinander verwoben wurden.

Dabei sind auch Fragen aus dem Publikum an die Autorin ausdrücklich erwünscht.

Weiterhin wird Frau Calvelage im Anschluss der Session für Signierungen am Stand der Pflegekammer zur Verfügung stehen.

Session 2

Bild von Prof. Dr.rer.medic. Michael Löhr

Prof. Dr.rer.medic. Michael Löhr

2a | New Work in der psychiatrischen Pflegepraxis – Chancen gemeinsam gestalten

Prof. Dr. Michael Löhr ist, Krankenpfleger, Pflege- und Gesundheitsmanager (Dipl.-Kfm., M.A.); Pflege- und Gesundheitswissenschaftlerwissenschaftler (Dr. rer. medic.), Honorarprofessor an der Fachhochschule der Diakonie. Aktuell begleitet er die Position des Pflegedirektors und ist Mitglied der Betriebsleitung am LWL-Klinikum Gütersloh. Er ist Autor zahlreicher Fachpublikationen.

Bild von Dr. Andreas Einig

Dr. Andreas Einig

2b | Transformation hin zu zeitgemäßer Zusammenarbeit und Führung

  • Ausbildung und Beschäftigung in der Industrie

  • Studium der Sozialwissenschaften und Promotion im Bereich Diakoniewissenschaft und Management

  • Beschäftigung im Sozialwesen in leitenden Funktionen

  • Beschäftigungen in der freien Wirtschaft im Bereich Personalmanagement, Personal- und Organisationsentwicklung

  • Beschäftigungen im Gesundheits- und Sozialwesen in den Bereichen Personal, Organisations- und Unternehmensentwicklung

  • Derzeit in der Rolle des Product Owners für die Transformation der BBT-Gruppe

  • Weiterbildungen im Bereich Supervision, Coaching & Organisationsentwicklung sowie in den Bereichen Qualitäts-, Prozess-, Projekt- und Portfoliomanagement sowie im Bereich Strategieentwicklung und zuletzt zum Agile Coach

Bild von Madlin Hexel M.A.

Madlin Hexel M.A.

2b | Transformation hin zu zeitgemäßer Zusammenarbeit und Führung

  • Studium im Bereich der Wirtschaftswissenschaften (International Studies of Economics and Business Administration)

  • Weiterbildung zum Systemischen Coach und Organisationsentwickler

  • Weiterbildung zum Agile Coach

  • Zunächst in unterschiedlichen Unternehmen der Tourismus- und Luftverkehrsbranche tätig

  • Seit 10 Jahren u.a. als Organisationsentwicklerin, Projektmanagerin und Führungskraft im Gesundheits- und Sozialwesen beschäftigt, mit den Schwerpunkten Strategieentwicklung, Teamentwicklung, Change Management, Digitalisierung (KHZG) sowie Projekt- und Projektportfoliomanagement

  • Derzeit in der Rolle des Agile Transformation Coaches für die Transformation der BBT-Gruppe

Session 2a:
New Work in der psychiatrischen Pflegepraxis – Chancen gemeinsam gestalten

In einer zunehmend komplexen und dynamischen Arbeitswelt steht die psychiatrische Pflege vor neuen Herausforderungen. Der Begriff „New Work“ ist in aller Munde – doch was bedeutet er konkret für die psychiatrische Praxis? In meinem Vortrag werfe ich einen kritischen und gleichzeitig zukunftsgewandten Blick auf die Konzepte von New Work, deren Übertragbarkeit in (psychiatrische) Pflege Settings und die konkreten Implikationen für Führung, Teamarbeit und Versorgungsstrukturen. Anhand praxisnaher Beispiele aus dem LWL-Klinikum Gütersloh und eigener Forschungsergebnisse zeige ich auf, wie Einrichtungen aktiv eine neue Arbeitskultur gestalten können – partizipativ, digital und wertebasiert. Dabei beleuchte ich Chancen, Grenzen und notwendige strukturelle Voraussetzungen, um den Kulturwandel wirksam und nachhaltig zu gestalten. Ziel ist es, Pflegefachpersonen und Entscheidungsträger:innen gleichermaßen zu inspirieren, über das Bestehende hinauszudenken – und konkrete Impulse für den eigenen Arbeitsalltag mitzunehmen, um die Behandlungs- und Pflegequalität zu verbessern.

Referent: Prof. Dr.rer.medic. Michael Löhr

Zeit: 11:45-12:15

 

Session 2b:
Transformation hin zu zeitgemäßer Zusammenarbeit und Führung

Der Titel „Transformation hin zu zeitgemäßer Zusammenarbeit und Führung“ spricht eine wichtige Herausforderung an: In einer Welt, die ständig im Wandel ist und dessen Geschwindigkeit immer mehr zunimmt – geprägt von VUCA (Volatilität, Unsicherheit, Komplexität, Mehrdeutigkeit) – stellt sich immer wieder die Frage, wie Führung und Zusammenarbeit am besten gestaltet werden können.

Historisch gesehen gab es in der Arbeitswelt und somit auch im Gesundheitswesen immer wieder kleine Optimierungen, größere Veränderungen und tiefgreifende Transformationen. Heute befinden wir uns in einer Phase, in der eine umfassende Transformation der Zusammenarbeit und Führung möglich und notwendig erscheint.

Eine solche Transformation könnte dazu beitragen, flexibler, anpassungsfähiger, effektiver, effizienter und vor allem menschlicher zu arbeiten. Sie könnte neue Formen der Teamarbeit, Kommunikation und Entscheidungsfindung sowie der Führung ermöglichen, um den Herausforderungen des modernen Gesundheitswesens besser zu begegnen.

Im Vortrag wird es darum gehen, welche Chancen eine Transformation bieten könnte, um die Zukunft des Gesundheitswesens aktiv mitzugestalten und eine noch bessere Gesundheitsversorgung zu ermöglichen.

Referent:innen: Dr. Andreas Einig & Madlin Hexel M.A.

Zeit: 12:15-12:45

Session 3

Bild von Jared Sebhatu

Jared Sebhatu

3 | VR in der Pflegeausbildung: Einsatz, Erfahrungen und Effekte

Vorstand digital health transformation eG, Dozent für Klinisches Prozessmanagement und Digitalisierung an der FOM Essen

Nick Wiese

3 | VR in der Pflegeausbildung: Einsatz, Erfahrungen und Effekte

Geschäftsführer VIREED GmbH

Session 3:
VR in der Pflegeausbildung: Einsatz, Erfahrungen und Effekte

Virtual Reality (VR) gewinnt als innovatives Lehr- und Lernmittel in der Pflegeausbildung zunehmend an Bedeutung. Der Vortrag beleuchtet zunächst den konkreten Einsatz von VR anhand einer Live-Demonstration. Anhand praktischer Szenarien, wie der Durchführung pflegerischer Maßnahmen oder dem Training von Handlungskompetenz, wird veranschaulicht, wie immersive Lernformate in der Ausbildung umgesetzt werden können. Im Anschluss werden erste Ergebnisse einer aktuellen Studie präsentiert, in der der Einsatz von VR in mehreren Pflegeschulen systematisch evaluiert wurde. Im Fokus stehen dabei die Effekte des VR-Einsatzes auf den Lernerfolg der Auszubildenden: Welchen Einfluss hat VR auf das Lernen? Wie nachhaltig sind die Ergebnisse? Welche Chancen und Herausforderungen ergeben sich bei der Implementierung? Abschließend diskutieren wir gemeinsam mit dem Publikum, ob und wie VR langfristig zur Ergebnisverbesserung und Attraktivitätssteigerung in der Pflegeausbildung beitragen kann.

Referenten: Jared Sebhatu & Tim Wackert

Zeit: 11:45 Uhr – 12:45 Uhr

Session 4

Bild von Prof. Dr. Thomas Weiß

Prof. Dr. Thomas Weiß

4 | Pflegekompetenzen - Vorbehaltsaufgaben und Heilkundeausübung unter rechtlichen Gesichtspunkten

Prof. Dr. Thomas Weiß, Fachanwalt für Arbeitsrecht, Mitglied des Think Tank Vorbehaltsaufgaben, Lehrbeauftragter an der FH Kiel und an der Universität Koblenz, stellvertretender Vorsitzender der Schiedsstelle Pflegeberufe Schleswig-Holstein, ehemaliger Justitiar der Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein.

Session 4:
Pflegekompetenzen – Vorbehaltsaufgaben und Heilkundeausübung unter rechtlichen Gesichtspunkten

„Vorbehaltsaufgaben, Heilkundeausübung, erweiterte Heilkunde durch Pflegekräfte sind geregelt im Pflegeberufe- und zukünftig im Pflegekompetenzgesetz. Die interprofessionelle Zusammenarbeit zwischen Medizin und Pflege soll dadurch auf eindeutige (rechtliche) Grundlagen gestellt und die Versorgung der Pflegebedürftigen noch besser sichergestellt werden. Allerdings sind die Vorbehaltsaufgaben bereits seit 2020 geregelt und waren auch schon vor 25 Jahren ein Thema. Doch nach wie vor hapert es an der Umsetzung. Daher ist der Blick auf die juristischen Vorgaben und Details notwendig, um zu klären, ob und wie eine Umsetzung im beruflichen Alltag schon erfolgt und wo noch Handlungsbedarf und eventuelle Risiken bestehen.“

Referent: Prof. Dr. Thomas Weiß

Zeit: 11:45-12:45

Session 5

Bild von Dipl. Päd. Christoph Becker

Dipl. Päd. Christoph Becker

5 | Fortbildungsordnung für die Pflege – Rheinland-Pfalz geht voran

  • Leiter Bildungscampus Koblenz
  • Vorstandsmitglied der Landespflegekammer-Rheinland-Pfalz
  • Leiter Fachbereich Bildungsdienste bei BBT-Gruppe (Barmherzige Brüder Trier)

Session 5:
Fortbildungsordnung für die Pflege – Rheinland-Pfalz geht voran

Mit der Einführung der ersten bundesweiten Fortbildungsordnung setzt die Landespflegekammer Rheinland-Pfalz ein starkes Zeichen für die Weiterentwicklung der professionellen Pflege. Ganz nach dem Motto „Pflege stärken – Zukunft sichern“.

Fortbildungen sind ein zentraler Baustein zur Sicherung und Weiterentwicklung pflegerischer Fachkompetenz. Die neue Fortbildungsordnung bietet hierfür praxisnahe und strukturierte Rahmenbedingungen, die eine kontinuierliche Qualifizierung ermöglichen – angepasst an die Anforderungen einer sich wandelnden Versorgungslandschaft. Doch was heißt das konkret? Wie lassen sich Fortbildungen sinnvoll in das Berufs- und Privatleben integrieren? Und inwiefern wirken sich Fortbildungen tatsächlich auf die pflegerische Praxis aus?

In dieser Session erhalten Sie einen Überblick über Inhalte, Hintergründe und Umsetzungsmöglichkeiten der neuen Fortbildungsordnung anhand praxisnaher Beispiele aus dem Berufsalltag. Wir bringen Ihnen näher, weshalb gezielte Fortbildungen nicht nur zur Stärkung der individuellen Handlungskompetenz beitragen, sondern auch die Versorgungsqualität verbessern, interprofessionelle Zusammenarbeit fördern und zur nachhaltigen Professionalisierung des Pflegeberufs führen.

Referent: Dipl. Päd. Christoph Becker

Zeit: 11:45-12:45

Session 6

Bild von Dr. rer.hum.biol. Peter Nydahl

Dr. rer.hum.biol. Peter Nydahl

  • Privatdozent Dr. rer.hum.biol. Peter Nydahl, GKP BScN MScN, versch. Weiterbildungen, 30 Jahre Intensivpflege, nun tätig in Pflegewissenschaft und -entwicklung am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Kiel
  • (Mit-)Begründer der Netzwerke Frühmobilisierung, Intensivtagebuch, Delir-Netzwerk, DIVI Sektion Intensivmedizinische Frührehabilitation
  • Mitarbeit in zahlreichen Forschungsprojekten, Leitlinien und Positionspapieren
  • Autor und Newsletterschreiber

www.nydahl.de, www.icu-rehab.de, www.intensivtagebuch.de, www.delir-netzwerk.de

Session 6:
Karriereförderung für mich

Mitdenken, mitreden, mitgestalten! Die interaktive Session zeigt praxisnah, wie Pflege durch Innovation, Kreativität und Weiterbildung zur individuellen Karriere wird – mit Beispielen, Austausch und eigenen Ideen für die berufliche Zukunft.

Informationen zu Studienmöglichkeiten, zur Rolle von Netzwerken und zu Wegen der Spezialisierung, ergänzen das Format. Ziel ist es, Auszubildende zu ermutigen, Pflege als ein Berufsfeld mit Perspektiven zu erleben – fachlich fundiert, praxisnah und offen für eigene Ideen.

Referent: Dr. rer.hum.biol. Peter Nydahl

Zeit: 14:15-15:15 Uhr

Session 7

Bild von Prof.Dr. Werner Vogd

Prof.Dr. Werner Vogd

7a | Führungsentscheidungen im Krankenhaus: Zwischen Systemrationalität und dem, was menschlich noch möglich ist.

Prof. Dr. Werner Vogd lehrt an der Fakultät für Gesundheit der Universität Witten/Herdecke Soziologie. Er forscht unter anderem zum Management im Krankenhaus und der Altenpflege.

Bild von Jessica Kilian M.Sc., M.A.

Jessica Kilian M.Sc., M.A.

7b | Duale Führung in der Intensivpflege – ein Lösungsansatz?

  • Stationsleitung (APN) Interdisziplinäre Intensivstation

  • St. Josefs Hospital Wiesbaden

  • M.Sc. APN, M.A. Management, Fachkrankenpflege Intensiv- und Anästhesiepflege

Bild von Christian Dahlen

Christian Dahlen

7b | Duale Führung in der Intensivpflege – ein Lösungsansatz?

  • Fachkrankenpflege Intensiv- und Anästhesiepflege

  • Stationsleitung Interdisziplinäre Intensivstation St. Josefs Hospital Wiesbaden

Session 7a:
Führungsentscheidungen im Krankenhaus: Zwischen Systemrationalität und dem, was menschlich noch möglich ist.

Führungsentscheidungen im Krankenhaus bewegen sich zwischen Effizienzanforderungen und dem Anspruch einer menschlich zugewandten Pflegepraxis sowie den Ansprüchen des Teams. Führungskräfte in der Pflege müssen täglich ökonomische Zwänge, gesetzliche Vorgaben und knappe Ressourcen mit ethischen und menschlichen Bedürfnissen in Einklang bringen.

Krankenhäuser gelten heutzutage mehr denn je als „permanent scheiternde Organisationen”, die aufgrund ihrer inneren Widersprüche stets versagen. Das DRG-System und ständige Reformen erhöhen den Druck, die Bürokratie und verschärfen die Probleme zusätzlich. Führungskräfte stehen somit vor der unlösbaren Aufgabe, steigende Anforderungen mit schrumpfenden Ressourcen zu erfüllen. 

Der Vortrag zeigt auf, wie Führungskräfte trotz permanenter Überforderung konstruktiv und menschlich bleiben können, indem sie ihr Schicksal akzeptieren und aus der Fürsorge Kraft und Sinn schöpfen – ähnlich wie Camus’ Sisyphos, auch wenn dies unmöglich erscheint.

Referent: Prof. Dr. Werner Vogd

Zeit: 14:15-14:45 Uhr

 

Session 7b:
Duale Führung in der Intensivpflege – ein Lösungsansatz?

Ausgangslage
Die Intensivpflege steht vor komplexen Herausforderungen und die Stationsleitungen übernehmen dabei eine Schlüsselrolle. Sie befinden sich in einem Spannungsfeld zwischen organisatorischen Anforderungen, Personalführung und Pflegefachlichkeit. Der Bedarf an erweiterten und integrativen Führungsstrategien nimmt stetig zu. Es stellt sich die Frage, ob bestehende Führungskonzepte den aktuellen Anforderungen noch gerecht werden oder ob alternative Modelle, wie eine duale Führung aus Pflegemanagement und Pflegepraxis einen geeigneten Lösungsansatz bieten können.

Methodik
Eine quantitative Befragung mit zwei standardisierten Fragebögen erfasste Aufgabenprofile von Stationsleitungen und Erwartungshaltungen an die Stationsleitung von Intensivpflegefachpersonen. Die Ergebnisse dienten als Basis zur Analyse des Konzepts der dualen Führung als mögliche Lösungsstrategie.

Ergebnisse
Die Stationsleitungen (N = 64) fokussieren ihr Aufgabenprofil primär auf organisatorische Tätigkeiten, während die Intensivpflegefachpersonen (N = 226) eine stärkere Integration pflegefachlicher Aspekte sowie pflegefachlicher Weiterentwicklung erwarten. Die Differenz lässt Rückschlüsse auf strukturelle Defizite im aktuellen Führungskonzept zu und weist auf das Potenzial einer dualen Führung hin.

Diskussion
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die derzeitige Aufgabenverteilung nicht vollständig den fachlichen Anforderungen an die Führungsebene entspricht. Die aktuelle Führungspraxis wird den komplexen Anforderungen der Intensivpflege daher nur eingeschränkt gerecht.

Fazit
Ein duales Führungskonzept bietet das Potenzial, Managementverantwortung und pflegerische Expertise gezielt zu vereinen. Duale Führung in der Intensivpflege stellt einen vielversprechenden Ansatz dar, um den bestehenden Herausforderungen wirksam zu begegnen und zugleich die Intensivpflege fachlich und strukturell weiterzuentwickeln.

Referentinnen: Jessica Kilian M.Sc., M.A. und Christian Dahlen

Zeit: 14:45-15:15

Session 8

Bild von Dr. Miriam Läpple, RN

Dr. Miriam Läpple, RN

8a | Kompetenzen entwickeln, Zukunft gestalten – Lehramt Pflege @ Uni Koblenz

Dr. Miriam Läpple ist Gesundheits- und Krankenpflegerin und hat 13 Jahre an verschiedenen Stellen in der ambulanten Versorgung gearbeitet. Sie hat in Esslingen, Vallendar und Salzburg studiert und arbeitet jetzt als Pflegewissenschaftlerin am Institut für Pflegewissenschaft an der Universität Koblenz. Dort lehrt sie unter anderem Gesundheitsförderung und Prävention sowie Gemeindenahe Pflege im Bachelor- und Masterstudium.

Bild von Prof. Dr. phil. Tobias Hölterhof

Prof. Dr. phil. Tobias Hölterhof

8b | Digitale Bildungsoffensive Pflege (DiBiO-Pflege): Bildung für Pflege in einer digitalen Welt

Tobias Hölterhof ist Professor für Erziehungswissenschaft an der Katholischen Hochschule in Nordrhein-Westfalen und Vorstandsmitglied des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung (DIP) in Köln. Als Projektleiter an der DIP GmbH fokussiert er die Themenfelder Bildung und Digitalität für Pflege und Gesundheit. Seine Forschungs- und Lehrschwerpunkte beinhalten Mediendidaktik und Medienpädagogik im Kontext der Lehrendenbildung sowie digitale und soziale Lernplattformen.

Session 8a:
Kompetenzen
entwickeln, Zukunft gestalten – Lehramt Pflege @ Uni Koblenz

Im Berufsfeld Pflege besteht deutschlandweit ein Mangel an Lehrpersonen und entsprechend große Bedarfe an Qualifikationsangeboten für angehende Pflegepädagoginnen und -pädagogen. Zugleich sind die im § 9 Absatz 2 des Pflegeberufegesetzes (PflBG) formulierten Qualifikationsanforderungen an Lehrpersonen der beruflichen Fachrichtung Pflege deutlich gestiegen. Auch vor dem Hintergrund der Fachkräftesicherung in der pflegerischen Versorgung richtet sich der Blick nun insbesondere auf zukunftsweisende akademische Ausbildungswege angehender Lehrpersonen in den Pflegeberufen.

Neben dem Bachelor- und Masterstudium der Pflegepädagogik, das an vielen Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Deutschland angeboten wird und direkt zur Übernahme einer Lehrtätigkeit an Pflegeschulen führen kann, gibt es bislang nur in wenigen Bundesländern das Lehramtsstudium für berufsbildende Schulen der Fachrichtung Pflege, in dem neben Pflegewissenschaft als Erstfach ein weiteres, allgemeinbildendes Fach studiert wird. Das universitäre Studium ist mit der Möglichkeit des Eintritts in den Vorbereitungsdienst (Referendariat) verbunden, was eine Voraussetzung für die Übernahme einer regulären Tätigkeit als Lehrperson an einer berufsbildenden Schule darstellt. An der Uni Koblenz bietet das Institut für Pflegewissenschaft im Fachbereich Bildungswissenschaften diesen zuletzt genannten Studiengang an.

Der Vortrag gibt Einblicke in das Bachelor- und Masterstudium Lehramt Pflege an berufsbildenden Schulen in Koblenz, beleuchtet einzelne Schwerpunkte in Lehre und Forschung und zeigt verschiedene Karrierewege in der Pflegebildung und -wissenschaft auf.

Referentin:Dr. Miriam Läpple, RN

Zeit: 14:15-14:45 Uhr

 

Session 8b: Digitale Bildungsoffensive Pflege (DiBiO-Pflege): Bildung für Pflege in einer digitalen Welt

Die „Digitale Bildungsoffensive Pflege“ (DiBiO-Pflege) in Rheinland-Pfalz fördert die digitalen Kompetenzen der Pflegelehrenden, um den Beruf attraktiver und zukunftsorientierter zu gestalten. Ziel ist es, die sich durch das Digitale verändernden Lebenswelten der von einer gesundheitlichen Versorgung betroffenen Personen sowie deren Angehörigen in den Bildungs- und Lernräumen von Pflege und Gesundheit zu fokussieren. Ebenso verändert das Digitale die pflegerische Versorgung selbst: Neue Technologien bieten Potenziale für die pflegerische Praxis. Schließlich verändert sich mit der Lebenswelt auch die Arbeitswelt und die beruflichen Perspektiven im Gesundheitswesen nutzen die durch das Digitale aufgespannten Netzwerke und Möglichkeiten. Um diese Aspekte in der Aus- und Weiterbildung der Pflege zu fördern, setzt DiBiO-Pflege auf eine digital geprägte Lehr- und Lernkultur mit selbstgesteuerten und projektorientierten Lernprozessen. Die digi2care-Studie zum Status quo der Digitalisierung von Pflege und Pflegebildung im Bundesland deckt Themenfelder auf, die in den Modulen des Bildungsangebots behandelt werden.

Das Bildungsangebot wird im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung (MASTD) des Landes Rheinland-Pfalz von der DIP GmbH durchgeführt und richtet sich an alle Pflegelehrenden im Bundesland. Es wird geleitet von Roland Brühe, Tobias Hölterhof und Frank Weidner.

 

Referent:Prof. Dr. phil. Tobias Hölterhof

Zeit: 14:45-15:15 Uhr

Session 9

Bild von Dr. Markus Mai

Dr. Markus Mai

9 | Wofür wir stehen: Demokratie als gemeinsamer Auftrag

  • Präsident der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz
  • Leitung Gesundheits- und SozialpolitikLeitung Gesundheits- und Sozialpolitik der BBT-Gruppe (Barmherzige Brüder Trier)
  • Vorstandsvorsitzender des DPV e.V. – Deutscher Pflegeverband
Bild von Sandra Postel

Sandra Postel

9 | Wofür wir stehen: Demokratie als gemeinsamer Auftrag

Sandra Postel war vom 21.09.2020 bis 16.12.2022 Vorsitzende des Errichtungsausschusses der Pflegekammer Nordrhein-Westfalen und ist aktuell die Präsidentin der Pflegekammer Nordrhein-Westfalen. Sie ist Gesundheits- und Krankenpflegerin, Dipl. Berufspädagogin und Pflegewissenschaftlerin. Frau Postel arbeitete in unterschiedlichen Settings der Pflege im Krankenhaus und in der stationären Altenhilfe. 2008 übernahm sie die Stabsstelle Pflege, 2016 die Fachaufsicht Schulen, später die Leitung der Marienhaus Bildung und ab Juni 2023 die Stabsstelle “Pflege- und Sozialpolitik” der Marienhaus Holding GmbH, einem Träger mit Gesundheits- und Sozialeinrichtungen in Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Nordrhein-Westfalen. Ab 2016 – 2020 war sie Vizepräsidentin der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz und ist seit September 2018 Mitglied des Präsidiums der Bundespflegekammer.

Bild von Dr. Winfried Kuth

Dr. Winfried Kuth

9 | Wofür wir stehen: Demokratie als gemeinsamer Auftrag

  • Studium der Rechtswissenschaft und Geschichte
  • Habilitation: „Funktionale Selbstverwaltung. Verfassungsrechtlicher Status. Verfassungsrechtlicher Schutz“
  • Seit 1999 Lehrstuhl für öffentliches Recht an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Session 9:
Pflege. Macht. Mit. – Gemeinsam Demokratie gestalten

Ein Austausch über Verantwortung, Mitgestaltung und die Rolle der Pflegekammer in einer demokratischen Gesellschaft.

Pflege ist mehr als Versorgung – sie ist Teil unserer Gesellschaft und verdient eine starke, mitgestaltende Stimme. Doch wie lässt sich demokratische Teilhabe in der Pflege konkret gestalten? Welche Rolle spielen die Pflegekammern dabei – und welche Verantwortung tragen wir gemeinsam?
Prof. Dr. Winfried Kluth eröffnet die Session mit einem Impuls zur Funktion beruflicher Selbstverwaltung im demokratischen Rechtsstaat. Er beleuchtet, warum Körperschaften wie die Pflegekammer rechtlich legitimiert sind, was sie demokratisch auszeichnet – und warum ihre Akzeptanz auf aktive Beteiligung angewiesen ist.
Im Anschluss diskutiert er mit Dr. Markus Mai und Sandra Postel über die demokratische Funktion von Kammern, über Mitgestaltungsmöglichkeiten – und über die gemeinsame Verantwortung für eine starke berufliche Selbstverwaltung. Auch die anstehende Kammerwahl 2026 in Rheinland-Pfalz wird thematisiert.
Im Zentrum steht die Frage: Wie gelingt es uns, Pflege gemeinsam zu gestalten und Verantwortung für unsere berufliche Zukunft zu übernehmen?

Session 10

Bild von Dr.rer.cur. Daniel Tucman

Dr.rer.cur. Daniel Tucman

10a | Praktische Resilienzförderung in der stationären Langzeitpflege

Berufs-/Studienabschlüsse:

  • Gesundheits- und Krankenpfleger
  • Dr. rer. cur. (Doktor der Pflegewissenschaft)
  • 10 Jahre Berufserfahrung mit Scherpunkt Gerontopsychiatrie
  • Seit 12 Jahren wissenschaftliche Tätigkeit am DIP e.V. und DIP GmbH
  • Aktuell tätig als Forschungsgruppenleiter am DIP
Bild von Prof. Dr. Brigitte Anderl-Doliwa

Prof. Dr. Brigitte Anderl-Doliwa

10b | Resilienz: Trainieren Sie das Immunsystem der Seele

  • Krankenschwester mit 45 Jahren Berufserfahrung in der psychosozialen Versorgung
  • Professorin für psychiatrische Pflege an der Katholischen Hochschule in Mainz
  • Pflegedirektorin Pfalzklinikum für Psychiatrie und Neurologie (AdöR)

Session 10a:
Praktische Resilienzförderung in der stationären Langzeitpflege

Die Realität der Pflege ist sowohl für Pflegende als auch für Pflegeempfänger durch vielfältige Stressoren gekennzeichnet. Viele dieser Belastungen ergeben sich aus der Umsetzung rechtlicher Vorgaben und wirtschaftlicher Notwendigkeiten und sind auf der Makro- und Mesoebene verankert. Da diese Widrigkeiten häufig nicht direkt verändert werden können, müssen die Menschen innerhalb dieses Systems unmittelbar mit ihnen umgehen. Dafür bedarf es bestimmter innerer Stärken, die erfreulicherweise sowohl in den Pflegenden als auch in den Pflegeempfängern bereits angelegt sind. Die entscheidenden Stichworte lauten „Kohärenzgefühl“ und „Resilienz“. Ersteres ist ein Konzept aus der salutogenetischen Theorie von Aaron Antonovsky zur Entstehung und Förderung von Gesundheit. Letzteres stammt ursprünglich aus der Materialwissenschaft und wurde auf den Menschen und dessen Umgang mit den Herausforderungen des Lebens übertragen. Am Beispiel des Projekts RESI SALUTO soll aufgezeigt werden, wie kleine Perspektivwechsel sowie Rituale und Übungen dazu beitragen können, das Kohärenzgefühl und die Resilienz von professionell Pflegenden zu stärken. Entfalten sich diese beiden Dimensionen bei den Pflegenden, sind sie in der Lage, diese auch auf ihre Pflegeempfänger zu übertragen, deren Ressourcen mit denselben Mitteln zu fördern und sie besser bei der Bewältigung der Herausforderungen des Alterns und der zunehmenden Hilfebedürftigkeit zu unterstützen.

Referent: Dr.rer.cur. Daniel Tucman

Zeit: 14:15-14:45 Uhr

 

Session 10b:
Resilienz: Trainieren Sie das Immunsystem der Seele

Die Realität der Pflege ist sowohl für Pflegende als auch für Pflegeempfänger durch vielfältige Stressoren gekennzeichnet. Viele dieser Belastungen ergeben sich aus der Umsetzung rechtlicher Vorgaben und wirtschaftlicher Notwendigkeiten und sind auf der Makro- und Mesoebene verankert. Da diese Widrigkeiten häufig nicht direkt verändert werden können, müssen die Menschen innerhalb dieses Systems unmittelbar mit ihnen umgehen. Dafür bedarf es bestimmter innerer Stärken, die erfreulicherweise sowohl in den Pflegenden als auch in den Pflegeempfängern bereits angelegt sind. Die entscheidenden Stichworte lauten „Kohärenzgefühl“ und „Resilienz“. Ersteres ist ein Konzept aus der salutogenetischen Theorie von Aaron Antonovsky zur Entstehung und Förderung von Gesundheit. Letzteres stammt ursprünglich aus der Materialwissenschaft und wurde auf den Menschen und dessen Umgang mit den Herausforderungen des Lebens übertragen. Am Beispiel des Projekts RESI SALUTO soll aufgezeigt werden, wie kleine Perspektivwechsel sowie Rituale und Übungen dazu beitragen können, das Kohärenzgefühl und die Resilienz von professionell Pflegenden zu stärken. Entfalten sich diese beiden Dimensionen bei den Pflegenden, sind sie in der Lage, diese auch auf ihre Pflegeempfänger zu übertragen, deren Ressourcen mit denselben Mitteln zu fördern und sie besser bei der Bewältigung der Herausforderungen des Alterns und der zunehmenden Hilfebedürftigkeit zu unterstützen.

Referentin: Prof. Dr. Brigitte Anderl-Doliwa

Zeit: 14:45-15:15 Uhr

Session 11

Bild von Pascal Britz, cand.M.A.

Pascal Britz, cand.M.A.

11 | Berufliches Selbstverständnis - mit Haltung und Stolz

Pflegepädagoge am Bildungscampus Koblenz

Bild von Lisa Gareis M.Sc.

Lisa Gareis M.Sc.

11 | Berufliches Selbstverständnis - mit Haltung und Stolz

Ich bin exam. Gesundheits- und Krankenpflegerin, Pflegewissenschaftlerin (B. Sc.), habe einen Masterabschluss in Public Health (M. Sc.). und bin Berufsstolz-Expertin. Ich habe im Rahmen meiner Masterthesis das Phänomen erforscht und biete Berufsstolz-Seminare für Pflege-Azubis & Pflegefachpersonen an.

Bild von Celine Schmitt M.Sc.

Celine Schmitt M.Sc.

11 | Berufliches Selbstverständnis - mit Haltung und Stolz

Celine Schmitt ist Schulleitung an den Schulen für Gesundheits- und Pflegeberufe im Klinikum der Stadt Ludwigshafen. Nach ihrem Bachelorstudium in Gesundheit und Pflege mit dem Schwerpunkt Pflegepädagogik und der Qualifikation zur Praxisanleiterin absolvierte sie ein Masterstudium in Pflegewissenschaft sowie einen weiteres Masterstudium in Management von Gesundheitseinrichtungen. Derzeit promoviert sie an der Universität Koblenz zum Thema „Professionelle Identität von Pflegefachpersonen

Bild von Lisa-Marie Müller M.Sc.

Lisa-Marie Müller M.Sc.

11 | Berufliches Selbstverständnis - mit Haltung und Stolz (Moderation)

  • Gesundheits- und Krankenpflegerin B. Sc. (Cand. M.Sc. Advanced Practice Nursing)
  • Fachkoordinatorin und stellvertretende Projektleitung der Fortbildungsordnung Landespflegekammer RLP

Session 11:
Berufliches Selbstverständnis – mit Haltung und Stolz

Die berufliche Identität von Pflegefachpersonen bildet eine zentrale Grundlage professionellen Pflegehandelns. Sie entwickelt sich aus der fachlichen Kompetenz, der berufsethischen Haltung sowie der strukturellen Rahmenbedingungen denen Pflegefachpersonen begegnen. Sie ist entscheidend für den Glauben an die eigene Handlungskompetenz und fördert eine langfristige Berufsbindung.

In dieser Session steht die Frage im Mittelpunkt, wie Pflegefachpersonen ihr professionelles Selbstverständnis aktiv gestalten und mit Haltung und Stolz tätig werden können. Dabei stehen insbesondere die im Pflegeberuf verankerten Kompetenzen im Fokus. Die Kompetenzen bilden das Fundament, auf dem Pflege als eigenständige, verantwortungsvolle Profession agieren kann.

Es geht darum, das Berufsbild der Pflege zu stärken – jenseits traditioneller Rollenklischees – und die eigene fachliche Position selbstbewusst zu vertreten. Diese Session lädt Sie zu einer Reflexion über das eigene Rollenverständnis sowie die Bedeutung beruflicher Haltung ein – Berufsstolz als ein Antrieb für die persönliche und professionelle Entwicklung.

Gäste: Pascal Britz cand. M.A., Lisa Gareis M.Sc., Celine Schmitt M.Sc.

Moderation: Lisa-Marie Müller cand. M.Sc

Zeit: 15:30-16:30

Session 12

Bild von Dr. Helene Maucher

Dr. Helene Maucher

12a | Professionalität in der Pflegedirektion - ein Vergleich USA - Deutschland

Dr. Helene Maucher, examinierte Krankenschwester, Dipl. Pflegewirtin (FH), M.Sc. Pflegewissenschaft (Uni).

Seit 2020 ist Frau Dr. Maucher Leiterin der Unternehmensstrategie Pflege bei den Sana Kliniken AG. Bereits seit 2013 ist sie als Pflegedirektorin an den Universitäts- und Rehabilitationskliniken Ulm (RKU) tätig, seit 2020 in Doppelspitze. Zuvor war sie in den Kliniken des Landkreises Biberach sowie in den angegliederten Kreispflegeheimen in verschiedenen Positionen tätig, unter anderem als Krankenschwester, Stationsleitung und Pflegedirektorin.

2018 wurde sie zur Pflegemanagerin des Jahres gewählt. Das RKU und Frau Maucher sind seit 2019 Teilnehmer der Magnet4Europe-Studie, und seit 2024 im Preintendprogramm zum Magnet®-Krankenhaus. Sie ist das erste Krankenhaus, das die Applikation für die Magnet®-Anerkennung erfolgreich absolviert hat.

Über das Hospitationsprogramm der Robert-Bosch-Stiftung hat sie als Stipendiatin bereits unter anderem an der UF Health in Florida, USA, hospitiert. Weiterhin war sie maßgeblich an der Implementierung der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) im Landkreis Biberach beteiligt und hat beim Aufbau des Fördervereins „Unsere Brücke“ in verschiedenen Regionen mitgewirkt.

Parallel zu ihrer beruflichen Entwicklung schloss sie 2006 an der KFH in Freiburg das Diplom Pflegewirtin ab, absolvierte 2008 den Masterstudiengang Pflegewissenschaft MsN an der PTHV Vallendar und schloss dort 2024 mit der Promotion ab.

 

Seit 2015 ist sie alle zwei Jahre beim Ulmer Pflegemanagementkongress ‚Excellence in Nursing and Healthcare‘ federführend. Seit 2025 an der ‚Ulmer International Summerschool Leadership in Nursing Excellence‘. Sie ist Initiatorin und wissenschaftliche Leitung dieser Veranstaltungen mit Ihrem Team und begleitet sie seit Anfang an.

Bild von Sebastian Dienst

Sebastian Dienst

12b | Personalgewinnung, -führung und -entwicklung - Alles nur Managementtechnik wenn keine Vision dahinter steht.

Der Pflegedirektor des Deutschen Herzzentrums der Charité hat verschiedene Positionen in der Pflege durchlaufen. Die Schwerpunkte seiner Arbeit und Publikationen sind die Themen Personalgewinnung/-führung, strategische Personaleinsatzplanung und –controlling und die interdisziplinäre und intersektorale Zusammenarbeit. Er verfügt über ein ausgeprägtes Wissen der Organisations- und Managementtheorien. Aktuell nimmt sein Haus an der Magnet4Europe Studie teil.  

Session 12a:
Professionalität in der Pflegedirektion – ein Vergleich USA – Deutschland

Helene Maucher stellt in ihrem Beitrag „Professionalität in der Pflegedirektion – ein Vergleich USA – Deutschland“ empirische Ergebnisse vor, die ein heterogenes Bild aufzeigen, da Deutschland im Vergleich zu den USA in der Professionalisierung des Pflegeberufs zurückliegt. Die Genüberstellung verdeutlicht, dass die Chief Nursing Officers (CNOs) in den USA andere Formen professioneller Identität aufweisen als die deutschen Pflegedirektorinnen und -direktoren.  In ihren Grundhaltungen und Überzeugungen zeigen die CNOs eine klinische Orientierung, ein handlungsorientiertes Professionsverständnis sowie eine hohe Qualitätsorientierung. Sie agieren in autonomen Handlungsfeldern und sind gleichberechtigte Mitglieder im Klinikdirektorium. Zudem verfügen sie über ein stark ausgeprägtes berufliches Selbstverständnis, das ihnen ermöglicht, über den Tellerrand der Kliniken hinauszublicken und sich für globale Themen zu engagieren. Ihr Dienstleistungsverständnis entspricht den in den Führungstheorien beschriebenen Prinzipien des „Stewardship“. Im Hinblick auf Ökonomisierungsprozesse sind die amerikanischen CNOs besser vorbereitet. Im Gegensatz dazu orientieren sich die deutschen Pflegedirektorinnen und -direktoren vor allem an einem reibungslosen Ablauf, um „den Laden am Laufen zu halten“.

Referentin: Dr. Helene Maucher

Zeit: 15:30-16:00 Uhr

 

Session 12b:
Personalgewinnung, -führung und -entwicklung – Alles nur Managementtechnik wenn keine Vision dahinter steht

Inmitten des Fachkräftemangels und tiefgreifender Umbrüche im Gesundheitswesen wird deutlich: Personalgewinnung, -führung und -entwicklung sind weit mehr als bloße Managementtechniken. Sie entfalten ihre Wirkung nur dann nachhaltig, wenn sie auf einer tragfähigen Vision gründen – einer Vision, die sowohl Patientenorientierung als auch Mitarbeiterzentrierung ernst nimmt. Das Magnet-Modell der ANCC (American Nurses Credentialing Center) bietet hierfür einen wegweisenden Rahmen. Es zeigt, dass exzellente Pflegeeinrichtungen nur dann dauerhaft erfolgreich sind, wenn sie eine Kultur fördern, in der Pflegefachpersonen evidenzbasiert arbeiten können, klinische Autonomie erleben und aktiv in Entscheidungen eingebunden werden.

Diese Prinzipien sind kein Selbstzweck, sondern dienen einem klaren Ziel: bestmögliche Patientenergebnisse durch ein starkes, motiviertes Pflegeteam. Ohne eine solche strategisch verankerte Vision bleibt Personalmanagement reaktiv – der nächste Engpass ist vorprogrammiert. Erst durch die konsequente Ausrichtung an patientenzentrierter Versorgung, wissenschaftlich fundierter Pflegepraxis und einer wertebasierten Führung gelingt es, eine magnetische Anziehungskraft für Pflegekräfte zu entwickeln. Der Beitrag beleuchtet, wie das Magnet-Modell als strategischer Orientierungsrahmen dienen kann, um Personalprozesse nicht isoliert, sondern als integralen Bestandteil einer gemeinsamen Vision zu verstehen – für eine Pflege, die Menschen bindet, stärkt und bewegt.

Referent: Sebastian Dienst

Zeit: 16:00-16:30 Uhr

Session 13

Bild von Matthias Brünett M.Sc.

Matthias Brünett M.Sc.

13 | Was kann die Fachkräftestrategie Pflege in Rheinland-Pfalz leisten?

Altenpfleger, Pflegewissenschaftler, seit über 10 Jahren in der Pflegeforschung und der universitären Lehre beschäftigt. Aktuell tätig als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. und der Dienstleistung, Innovation, Pflegeforschung GmbH.

Bild von Dr. Andrea Kuhn

Dr. Andrea Kuhn

13 | Was kann die Fachkräftestrategie Pflege in Rheinland-Pfalz leisten?

Frau Dr. Kuhn leitet das Forschungsnetzwerk Gesundheit der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen. Forschung und Transfer in die Praxis sind die zentralen Anliegen. Als freie Dozentin ist sie an Hochschulen und in der Weiterbildung unterwegs. Nach 20-jähriger Berufstätigkeit in der Intensivpflege erwarb Frau Dr. Kuhn den Bachelor Pflege & Gesundheitsförderung, den Master Pflegewissenschaft und promovierte zum ethischen Mandat von Pflegekammern. Ihre Schwerpunkte sind Pflegeethik und Gesundheitsförderung, Professionsentwicklung und Berufspolitik. Frau Dr. Kuhn leitet die AG Ethik der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz.

Sebastian Rutten (RA)

13 | Was kann die Fachkräftestrategie Pflege in Rheinland-Pfalz leisten?

Geschäftsführer PflegeGesellschaft Rheinland-Pfalz e.V.

Bild von Heiko Strohbach M.A.

Heiko Strohbach M.A.

13 | Was kann die Fachkräftestrategie Pflege in Rheinland-Pfalz leisten?

  • Altenpfleger, Dipl.-Pflegewirt, Management von Gesundheits- und Sozialeinrichtungen (M.A.)
  • Leiter Referat „Gesundheitsfachberufe, Fachkräfteinitiative Gesundheitsfachberufe“, Abteilung Arbeit, Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung Rheinland-Pfalz
Bild von Prof. Dr. Frank Weidner

Prof. Dr. Frank Weidner

13 | Was kann die Fachkräftestrategie Pflege in Rheinland-Pfalz leisten? (Moderation)

Prof. Dr. Frank Weidner, Leitung des Instituts für Pflegewissenschaft an der Universität Koblenz, Direktor des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) und Geschäftsführer der Dienstleistung, Innovation, Pflegeforschung GmbH (DIP) jeweils in Köln, berufserfahrener Gesundheits- und Krankenpfleger.

Prof. Weidner schaut auf mehr als 40 Jahre Berufserfahrung in der Pflege, auf mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Pflegeforschung sowie zusammen mit seinen Teams auf die Umsetzung von rund 200 Forschungsprojekten zurück.

Session 13:
Was kann die Fachkräftestrategie Pflege in Rheinland-Pfalz leisten? (Podiumsdiskussion)

Das Land Rheinland-Pfalz hat bereits seit vielen Jahren gemeinsam mit Akteurinnen und Akteuren im Gesundheitswesen und in der Pflege die Fachkräfte- und Qualifizierungsinitiative (FQI) umgesetzt. Eine Grundlage dafür stellen die seit Jahren im Land etablierten Arbeitsmarktanalysen „Branchenmonitoring Gesundheitsfachberufe“ und die „Gutachten zum Fachkräftebedarf“ dar. Vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit der Corona-Pandemie, aber auch angesichts der digitalen Transformationen von Lebens- und Arbeitswelten haben sich die Anforderungen und Möglichkeiten allerdings noch einmal deutlich verändert.

Das Land setzt in der Folge nun seit Anfang 2025 gemeinsam mit vielen Verbänden und Organisationen die Fachkräftestrategie Pflege um. In vier zentralen Themengebieten geht es um eine Optimierung und Nachhaltigkeit in der Qualifizierung, Gewinnung sowie Bindung von Pflegepersonal im Gesundheits- und Pflegewesen. Zudem wird dem vierten Themenfeld „Digitalisierung und Innovation“ ein größerer Raum geschenkt.

In dieser Session wollen wir nicht nur Einblicke in die Grundzüge, Ziele und Arbeitsweisen der Fachkräftestrategie Pflege in Rheinland-Pfalz geben, sondern auch die Arbeit von KOMPASS.RLP als Projektstelle in Mainz zur Begleitung der Fachkräftestrategie vorstellen. In der anschließenden Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern vom zuständigen Arbeits- und Digitalisierungsministerium (MASTD), aus Verbänden, Hochschulen und von KOMPASS.RLP wollen wir die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen wie auch die Chancen zur weiteren Sicherung der gesundheitsbezogenen und pflegerischen Versorgung diskutieren.

Moderation: Prof. Dr. Frank Weidner

Referent:innen: Matthias Brünett M.Sc., Heiko Strohbach M.A., Dr. Andrea Kuhn, Sebastian Rutten (RA)

Zeit: 15:30-16:30 Uhr

Session 14

Bild von Prof. Dr. Stefan Sell

Prof. Dr. Stefan Sell

14 | Die doppelte Finanzierungskrise im Gesundheitswesen

  • Dipl.-Sozialwissenschaftler
  • Professor für Volkswirtschaftslehre, Sozialpolitik und Sozialwissenschaften, Hochschule Koblenz, Campus Remagen, Fachbereich Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
  • Herausgeber des Blogs „Aktuelle Sozialpolitik“ (www.aktuelle-sozialpolitik.de) mit vielen auch pflegepolitischen Beiträgen

Session 14:
Die doppelte Finanzierungskrise im Gesundheitswesen

Nicht erst die vergangenen Monate haben gezeigt, dass das Gesundheitswesen und damit die pflegerische Versorgung finanziell schwer in den Seilen hängt. Und allein die absehbare demografische Entwicklung in unserem Land wird zu einem steigenden Finanzbedarf führen, auch wenn man „Wirtschaftlichkeitsreserven“ an der einen oder anderen Stelle heben kann und muss.

Um überhaupt zu dem Punkt zu kommen, über die zukünftige Sicherstellung der Finanzierung diskutieren und streiten zu können, muss man die Mechanik und die strukturellen Grundlagen dessen verstehen, was hier als „doppelte Finanzierungskrise“ bezeichnet wird. Es muss darauf hingewiesen und erläutert werden, dass wir deshalb mit einer „doppelten“ Krise konfrontiert sind, weil die Finanzierungsprobleme in den beiden großen Säulen der pflegerischen Arbeit – also der Langzeitpflege und der Krankenhauspflege – in einem ersten Schritt getrennt voneinander betrachtet werden müssen. Zu unterschiedlich ist die Finanzierung in den beiden Bereichen und die Trennung ist wichtig, um die gegenwärtig diskutierten Reformvorschläge besser verstehen und einordnen zu können.

Erschwerend – und zugleich eine für die Profession Pflege entscheidende Herausforderung – kommt hinzu, dass man nicht stehen bleiben sollte bei der defensiven Frage, wie man das, was historisch gewachsen ist, gegen Abbau verteidigen kann oder wie man bei dem, was gerade (Stichwort Krankenhausreform, aber auch die Reform der Pflegeversicherung) an Veränderungen auf den Weg gebracht wird, irgendwie die Hand auch für „die“ Pflege heben kann. Vielmehr sollte und muss man neben einer klaren fachlichen Bestimmung des notwendigen Bedarfs an pflegerischer Versorgung und der Ableitung der dafür erforderlichen Ressourcen einen Schritt weiter denken und gehen: Was braucht die seit vielen Jahren diskutierte und geforderte Weiterentwicklung der professionellen Fachpflege im Sinne einer zukunftsorientierten Berufsfeldentwicklung an Ressourcen, die man im politischen Prozess auch einfordern muss? Wenn man das nicht mitdenkt und selbstbewusst seitens der Pflege als Profession auch ausformuliert, dann wird man sich verlieren in Rückzugsgefechten auf dem Schlachtfeld der absehbaren kurzfristigen Sparmaßnahmen und Umverteilungsoperationen, bei denen die Pflege im bestehenden System eher schlechte Karten hat. In diese Falle darf man nicht tappen.

Session 15

Bild von Dr.in rer.cur. Anne Volmering-Dierkes

Dr.in rer.cur. Anne Volmering-Dierkes

15a | True Crime" im Pflegealltag
Erfahrungen aus mehr als einhundert Gerichtsverfahren

Dr.in rer. cur. Anne Volmering-Dierkes (Pflegefachfrau, B.A. Pflegemanagement, M. Sc. Pflegewissenschaft) ist Projektleitung im Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung respektive DIP-GmbH, arbeitet als Sachverständige und erstellt pflegewissenschaftliche Gutachten bei zivil- und strafrechtlichen Fragestellungen.

Bild von Lorena Gleichauf M.Sc.

Lorena Gleichauf M.Sc.

15b | Gewalt in der Pflege - (k)ein Tabuthema

  • Psychologin, M. Sc.
  • Präventionsberaterin, Unfallkasse RLP

Session 15a:
True Crime im Pflegealltag
Erfahrungen aus mehr als einhundert Gerichtsverfahren

Seit 2018 hat Anne Volmering-Dierkes in über 100 Fällen zu vermuteten Pflegefehlern Gutachten verfasst, mit der Frage, wie das jeweilige Pflegehandeln in Bezug zu fachlichen und professionellen Standards zu beurteilen ist. In den Gutachten wird weit mehr als die bloße Rückschau auf Pflegehandlungen geleistet. Fragen, ob ein Pflegefehler vorliegt, oder ob eine Maßnahme fachlich vertretbar war oder etwa gar unterlassen wurde, werden so mit spezifischem Fachwissen und Kenntnis der Pflegepraxis beantwortet.

Theoretisches Wissen zu Zivil- und Strafrecht wird mit beispielhaften Fällen zur Sachverständigenarbeit in der Pflege verknüpft. So gestaltet sich pflegerische Fallarbeit spannend wie ein Krimi.

Referentin: Dr.in rer.cur. Anne Volmering-Dierkes

Zeit: 15:30-16:00 Uhr

 

Session 15b:
Gewalt in der Pflege (k)ein Tabuthema

„Pflegefachpersonen sind täglich mit verschiedenen herausfordernden Situationen konfrontiert. Dazu gehören – neben medizinischen Notfällen, die schnelles Handeln erfordern – auch der Umgang mit aggressiven oder unkooperativen Patientinnen und Patienten. Das Risiko, in der Versorgungspraxis von externer Gewalt betroffen zu sein, ist hoch.

Ziel dieses Kurzvortrags ist es, sowohl Pflegefachpersonen als auch Entscheidungsträger in der Pflege für das Thema Gewaltprävention zu sensibilisieren. Es werden grundlegende Kenntnisse zur Gewaltprävention umrissen, die verschiedenen Formen von Gewalt sowie deren Ursachen erläutert und präventive Strategien vorgestellt.

Die Unfallkasse RLP und andere Unfallversicherungsträger beraten und schulen ihre Mitgliedsbetriebe zur Gestaltung sicherer und gesunder Arbeit und unterstützen Versicherte bei Gewaltereignissen am Arbeitsplatz.“

Referentin: Lorena Gleichauf M.Sc.

Zeit: 16:00-16:30 Uhr

Bildnachweise:

Dörte Schall:© MASTD / Jülich

Alexander Schweitzer: © Staatskanzlei RLP / Kay

Daniel Tucman: © schawohlfotografie

Matthias Brünett: © schawohlfotografie

Dr. Andrea Kuhn: © Fotostudio Das Atelier, Inhaber Armin Mayer